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27.10.2023

«Service Citoyen» – untaugliches Dienstpflichtmodell

Der Verband Militärischer Gesellschaften Schweiz (VMG) lehnt die gestern eingereichte „Service-Citoyen-Initiative“ klar und deutlich ab. Das Modell der Bürgerdienstpflicht ist unpraktikabel, bürokratisch und verschärft die Personalprobleme in Armee und Zivilschutz zusätzlich. Der VMG verfolgt wie bisher das Ziel der vom Bundesrat 2022 vorgeschlagenen Sicherheitsdienstpflicht.

Der Verein Service Citoyen reichte am 26.10.2023 eine Volksinitiative zugunsten eines allgemeinen Bürgerdienstes ein. Dieser sieht vor, dass Männer und Frauen Dienst für die Gesellschaft leisten sollen, insbesondere in der Armee aber auch in zivilen Organisationen. Der VMG respektiert zwar die Bemühungen der Initianten, damit auch die Alimentierung der Armee stärken zu wollen, erachtet jedoch das Modell des breiten, obligatorischen Milizdienstes als für die Schweiz untauglich.

Sicherheitsdienstpflicht mit 1. Priorität
«Aus sicherheitspolitischer Sicht ist die Sicherheitsdienstpflicht allen anderen bisher vorgeschlagenen Dienstleistungsmodellen klar überlegen», sagt VMG-Präsident Stefan Holenstein. Die Sicherheitsdienstpflicht würde den Zivildienst und den Zivilschutz zu einem starken Bevölkerungs- und Katastrophenschutz vereinen. «In Anbetracht des Zerstörungsausmasses in modernen Kriegen spielen die Durchhaltefähigkeit der Armee und der Schutz der Zivilbevölkerung in allen Lagen eine zentrale Rolle», so Holenstein. Nur mit der Sicherheitsdienstpflicht kann die Schweizer Armee langfristig kämpfen, schützen und helfen – und das gleichzeitig.

Alimentierung der Armee geht uns alle an
Neben der Erhöhung des Armeebudgets von 0.7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) auf 1.0 Prozent des BIP bis spätestens 2030 braucht es dringend eine Erhöhung der Anzahl Soldaten und Truppenkörper. Der VMG begrüsst vor diesem Hintergrund der Einreichung der «Service-Citoyen»-Initiative die Diskussion über das für die Schweiz ideale Dienstpflichtmodell. Denn so, wie es heute mit den Beständen in der Armee aussieht, kann es laut VMG nicht mehr weitergehen. Als eine führende Stimme der Miliz wird sich der Verband pro-aktiv in den politischen Diskurs rund um den Bürgerdienst einbringen. Denn eines steht für den VMG fest: Die Alimentierung der Armee geht uns alle an, und der Diskurs wird wird das Milizsystem stärken.

Kontakt:
Oberst i Gst Stefan Holenstein, Präsident VMG / ASM, +41 79 241 59 57